Gitarrengott's Weblog

Gegen Alltag und Wahnsinn gleichermaßen

Archiv für Mai 2008

Leseempfehlung:

ohne Kommentare

„Was entdecken Politiker sowie journalistische und wissenschaftliche Beobachter einer Gesellschaft, die Regierungen wählt, welche die Rente mit 67 einführen und Auslandseinsätze der Bundeswehr legitimieren? [...] Regierungen, die mittels Hartz VI selbst die Spargroschen rausgeschmissener Langzeitmalocher enteignen und mit der Riesterrente Anlagebetrug begehen? Regierungen, die städtisches Eigentum verscherbeln und den öffentlichen Raum überwachen, als gelte es, eine Horde Krimineller zu überwachen? Sie entdecken einen Linksruck.“

Weiterlesen kann man diesen schönen Artikel hier.

Geschrieben von gitarrengott

31. Mai 2008 um 12:48

Veröffentlicht in Uncategorized

Das hier…

mit einem Kommentar

Geschrieben von gitarrengott

31. Mai 2008 um 12:40

Veröffentlicht in Uncategorized

Die Rentenlüge

ohne Kommentare

Nur für den Fall, dass sich jemand die Tage die Talkrunde der Maischbergerin über die Rente angetan hat: Es war doch Realsatire auf hohem Niveau, oder?

Bodo Schäfer trat den Beweis dafür an, dass die alte Weisheit, dass es wichtiger sei, eine Sache überzeugt (nein, nicht unbedingt überzeugend) rüberzubringen als tatsächlich Ahnung davon zu haben, mit Vorsicht zu geniessen ist. Als Geißler meinte, dass der Produktivitätszuwachs für die künftige Finanzierung der Renten im Umlageverfahren herangezogen werden müsse, kam der Bodo mit der Inflation. Lieber Bodo: Die Produktivität gibt das Verhältnis zwischen Arbeitseinsatz und Wert wieder, nicht der Wertschöpfung, sprich dem, was sich tatsächlich für den erzeugten Wert an Preis erzielen lässt. Brauchte man im Jahr 1960 noch 50 Werkzeugmacher um die Sache x herzustellen, so braucht man heute dazu nur noch einen einzigen (dieses Beispiel gibt übrigens recht gut den Produktivitätszuwachs der letzten 50 Jahre wieder). Umgekehrt wird ein Schuh draus, eine größere Produktivität macht Produkte erstmal leichter erschwinglich. Inflation hingegen entsteht primär durch ein Anwachsen der Geldmenge in einem System – aber eine Erklärung der Inflation führt hier vielleicht etwas zu weit. 

Außerdem meinte der Bodo, bei einer kapitalgedeckten Altersvorsorge sei alles viel praktischer – da könne man das Geld ja für sich arbeiten lassen. Ahso. Eine nette Vorstellung – das Geld arbeitet, und ich kann daheim vor dem Fernseher liegen und wi… na gut, jeder wie er will. Aber wenn jetzt alle zuhause auf dem Sofa liegen und einer anspruchslosen Beschäftigung ihrer Wahl nachgingen, würde das hinhauen? Arbeitet das Geld von alleine?

Und noch was: Nehmen wir mal an, ich leihe einem Freund 100 Mark (jawoll, Mark!) weil er mir versprochen hat, mir einen Monat später 110 Mark dafür zurück zu geben. Ich freue mich, weil, mein Geld arbeitet ja jetzt für mich – toll. Mein Freund geht mit dem Hunni aber erstmal in den Getränkefachhandel und kauft sich 10 Kisten Bier dafür. Das lässt seinen Tatendrang erschlaffen und ihn zudem ganz vergessen, dass er mir 110 Mark wiedergeben wollte. Dumm für mich – meine Anlage geht flöten und der erhoffte Zinsgewinn gleich mit. So wie in diesem stark vereinfachten Beispiel geht es aber leider manchmal zu in der Wirtschaft, ich hätte auch sagen können, dass mein Freund Immobilienkreditwundertüten aus den USA und GB verkauft, aber das glaubt mir ja keiner. Und was ist eigentlich mit Zinsgewinn und Inflation, Bodo, sach doch mal, hängen die nicht auch irgendwie zusammen?

Mir schwirrt die Rübe über so viel Einfalt. Bodo Schäfer. Experte. Erschreckend, ermüdend, leider an der Tagesordnung.

Geschrieben von gitarrengott

8. Mai 2008 um 12:49

Veröffentlicht in Deutschland