Hermann Dierkes – ein linker Israelhasser

Hermann Dierkes ist Mitglied der Partei „Die Linke“ und war für die „Linke“ Vorsitzender der Ratsfraktion in Duisburg. Bis eine begrüßenswerte Anzahl von Bloggern auf die seltsame politische Obsession Dierkes aufmerksam machten:

Dierkes hetzt gerne gegen Israel.

Auf Druck der Parteispitze musste Dierkes daraufhin seine Kandidatur auf Eis legen – und er macht seit dem eine Rufmordkampagne aus Zentralrat der Juden, Bloggern, der SPD, dem Verfassungsschutz und vermutlich auch der Gummibärenbande dafür verantwortlich. Anderswo wird ein Kesseltreiben gegen den Mann gesehen, das natürlich im Sinne internationaler Solidarität beendet gehört. Wer die zwei verlinkten Beiträge liest, wird vermutlich jetzt schon Schmerzen an der Stirn haben vom vielen dranfassen.

Dierkes ist sich keiner Schuld bewusst, er sieht sich als Opfer, findet, ein Boykottaufruf gegen Israel sei total unproblematisch, er versteht nicht, dass er ständig die Tatsachen verdreht und Israel Dinge vorwirft, die nie passiert sind, er macht sich noch mit dem letzten Islamisten (unter anderem ein Interview für den notorischen Muslim-Markt) gemein, um jemanden zu finden, dem er die Ohren volljammern kann, wie ungerecht er behandelt worden ist, er hat auch nichts dagegen, dass in seinem Namen gewaltsam Berichterstattung über ihn verhindert wird. Und er hat genug möchtegernlinke Spinner hinter sich, die seine erbärmliche Sicht der Welt teilen. Antiimperialisten und andere, die vorgeben, Linke zu sein und in Wahrheit sich doch meist schon mit ihrem Jargon verraten, den sie im Munde führen: Volk, Ausbeutung, Westen, Konzern, das ganze dumme Geschwätz, das helfen soll, und das nicht kann, weil kein Funken Vernunft darin ist, Begriffe, die ihrer Trennschärfe beraubt sind oder schlicht Konstrukte bezeichnen, die es aufzuheben gilt, und nicht zu verewigen.

Diese Art von linkem Jargon leistet nichts. Nichts Kritsches und nichts Emanzipatorisches. Wenn man es an der Geisteshaltung nicht erkennen will, dann an den Verbündeten, die sich seine Verwender suchen: Islamisten, Barbaren und Bekloppte aller Herren Länder: Vereinigt Euch! Es ist eine bequeme Haltung, die sich zu wirklicher linker Theorie verhält wie gesunde Ernährung zu Currywurst: Das erste schwer durchzuhalten, unübersichtlich und oft unbefriedigend – das andere überschaubar, fast überall zu haben und leicht verdaulich.

Zurück zum Hermann:

Auf der insgesamt üblen Webseite des „Anti-Imperialist Camp“, wo man sich über vorgenannte Nullkritik gerne mal am praktischen Beispiel informieren kann, rechtfertigt er sich in einem Beitrag – er weiß wo er ein ihm genehmes Publikum findet. Er wiederholt sich, aber er bleibt seinem Denken und Jargon verhaftet, in einer Art, wie man ihn auch bei Sarah Wagenknecht findet, und das geht in etwa so: „Von der Völkerrechtswidrigkeit der selbstgebastelten Raketen, die die Hamas auf Israel feuert abgesehen, ist es doch die israelische Besatzung, die“ – und blablabla. Bei Dierkes klingt das so:

„Richtig ist: Ich vertrete – in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht – die Position, dass ein unterdrücktes und besetztes Volk das Recht auf Widerstand hat, notfalls auch auf bewaffneten Widerstand. Ich habe auf derselben Veranstaltung den wahllosen Einsatz von selbstgefertigten Raketen – so wörtlich – „durch den Islamischen Djihad oder von wem auch immer“ auf israelische Zivilbevölkerung kritisiert, weil mit dem humanitären Völkerrecht unvereinbar. Und auch dann, wenn die Opferbilanz im Vergleich zu dem israelischen Massaker an der Zivilbevölkerung in Gaza in keinerlei Verhältnis steht.“
Und so schreibt der typische linke Judenhasser: Den Raketen wird immer eilfertig das Etikett „selbstgemacht“ angehängt – als ob das eine Sache ungefährlicher machen würde. Wenn ich mir zuhause mit der Flex einen Eisenstab anpitze und den jemanden in die Brust ramme, ist es dem Opfer auch herzhaft wurst, ob ich den selbstgebastelt habe! Norman Paech, ein anderer Antisemit der Linkspartei, nennt die Geschosse gerne Silvesterkracher. Hat er nicht einen unvergleichlichen Humor?

Dass es ein Recht auf Widerstand gibt, ist so pauschal völlig falsch. Man sollte das Völkerrecht, dass man ständig im Munde führt, auch mal lesen, anstatt es immer nur für die selben Zwecke zu mißbrauchen.  Hat man die Gefahr für israelische Zivilisten (und nur die sind von den Raketen bedroht) erstmal runtergespielt folgt der Verweis darauf, dass die Juden ja viel schlimmer sind. Hier faselt Dierkes was von einem „Massaker“, was gemeinhin als „massenhaftes Abschlachten“ verstanden wird. Wie sagte schon Adorno – „Die faschistische Propaganda attackiert eher einen Popanz als wirkliche Gegner, das heißt, sie erzeugt Bilder vom Juden [...] und reißt sie in Stücke, ohne sich sonderlich um deren Realitätsgehalt zu kümmern.“

Linke Judenhasser machen das genau so: Sie schwatzen ständig von israelischen Massakern, von Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser, vom größten Gefängnis der Welt, von Verstoß gegen das Völkerrecht/ die Menschenrechte, von Unmenschlichkeit, Ghetto, KZ, und Juden, die sich wie Nazis benehmen. Dass das nichts mit der Wirklichkeit und schon gar nichts mit der Wahrheit zu tun hat, interessiert nicht. Würde man das eigene Palaver an der Wirklichkeit messen – was bliebe da außer dem Judenhass über? Und genau dass will er nicht, der linke Judenhasser, einfach bloß ein Judenhasser sein. Nein, der linke Antisemit kämpft für die Gerechtigkeit in der Welt. Und dieser Gerechtigkeit steht der Jud halt im Weg. „Das wird man wohl noch sagen dürfen!“

Wer bestreiten will, dass es die Judenhasser in der Linkspartei im Kampf mit der Realität oft nicht auf den Pfennig ankommen lassen, kann das hier mal lesen. Oder sich anschauen, wie Dierkes es auf einer Demo in Duisburg, bei der augenscheinlich auch Islamisten anwesend sind, „lets fly like Mussolini from the balcony“ (George Costanza). Das macht ihm Spaß, dem Dierkes, da läßt er sich zum Schluss gerne mal zu einer Tirade von Lügen hinreßen. Besonders schön, als er erst von inhaftierten Friedensfreunden spricht, um dann kurz innezuhalten und „interniert“ nachzuschieben – man muss freilich im Jargon bleiben.

P.S. Ich hab die Youtube-Videos nur verlinkt, nicht eingebettet. Ich will diese Scheiße hier nicht auf meiner Seite haben. Das erste Dierkes-Video verbirgt sich im Artikel hinter dem ersten Link!

P.P.S. Und das die gesamte Partei ein Antisemitismusproblem hat, sieht man sehr schön hier.

Metal!!!1!

Metal gegen Hardcore – das ist ein Streit vom Beginn der Nuller-Jahre. Heute hat sich das weitgehend erledigt, es wird wieder mehr gegrowlt als gescreamt, aber Metalcore, wie die noch recht junge Musikrichtung sich schimpft, ist meist mehr Metal als Hardcore, und Hardcore hat, nachdem es dem gerade mal wieder stagnierenden Metalbereich eine dringend notwendige Frischzellenkur verpasst hat, wieder den Weg ganz weit in den Untergrund anetreten. Und in ein paar Jahren kommt dann wieder etwas ins öffentliche Bewusstsein, das Hardcore genannt werden wird, und mit dem Hardcore von Ende der Neunziger vermutlich nicht viel zu tun haben wird.

Wie dem auch sei, ich höre gerne alles, was ein -core hintendran hat, außer Crunkcore, und ich weigere mich, auch nur einen Link zu diesem akustischen Massaker an Musikrichtung zu legen. Ganz, ganz furchtbar.

Metal.de hat auf jeden Fall den Erstling der Band Within the Ruins recht unbarmherzig verrissen, aber diesem Verriss kann ich gerade so gar nicht folgen. Ist doch ein schönes, sauberes und derbes Album geworden! Und der Song Dig a Ditch konkurriert im Moment in meiner Kopfhitliste um Platz 1:

Mit diesem Monster von Veil of Maya:

Ein wenig Geduld muss man vermutlich für beide mitbringen. Es lohnt sich aber!

Rechtsstaat, Öffentlichkeit im Fall Tauss

Hierzu zwei interessante Artikel:

Einmal das Plädoyer der Verteidigung.

Zum Zweiten ein Auszug aus „Die Öffentlichkeit als Richter“.

Letzteres zum besseren Verständnis bitte vor dem Plädoyer lesen!

Ah jetzt, ja, eine Insel!

Ich weiß, ich habe so meine Probleme mit griffigen Überschriften, und wie schon öfters geschehen, hat auch  diese wieder rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun. Eine Beschäftigung bei der unsäglichen „Bild“ fiele somit schon deswegen – zum Glück! – flach.

Bei meiner morgendlichen Lektüre fiel mir ein sehr schöner Artikel von Thomas von der Oster-Sacken auf, der sich mit dem Verhältnis von Rassismus, Antisemitismus und „Islamopohobie“ beschäftigt. Kurz und kanpp steht da alles im Grunde Wesentliche drin. Und ich nutze die Gelegenheit, einmal auf die auch sonst empfehlenswerte Seite „Stop the Bomb“ hinzuweisen. And Done!

Um sich klar zu machen, ob ein Begriff dass Gleiche oder Unterschiedliches beschreibt, muss man sich fragen, ob das eine auch getrennt vom anderen existieren kann – und hier kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass Islamophobie und Rassismus nicht das Gleiche beschreiben. Und doch scheint es in der öffentlichen Debatte häufig so zu sein, dass der Begriff der Islamophobie mit dem des Rassismus und der Ausländerfeindlichkeit wenn nicht gleichgesetzt, so doch zumindest vermengt wird – was im Übrigen die Trennschärfe auch der anderen Begriffe aufhebt.

Man kann also Ausländer nicht mögen und gleichzeitig nichts gegen den Islam haben (v.a. dann nicht, wenn er nicht im Heimatland betroffen ist), man kann aber auch den Islam doof finden und nichts gegen Ausländer haben. Man kann sogar etwas gegen Israel haben, ohne Antisemit zu sein, allerdings sind mir diese Exemplare noch nicht häufig begegnet.

Das Problem auf der einen Seite besteht also darin, dass es Leute gibt, die ihrem generellen Ausländerhass einen islamkritischen Anstrich geben – und auf der anderen darin, jede Islamkritik für Ausländerhass zu halten. Dabei ist der Unterschied grundlegend: Während meine schwarze Hautfarbe und meine fremdländische Herkunft mir für immer anhaften, kann ich meine Religion und seltsame Essensbräuche (Katzen, Heuschrecken, Mettbrötchen) bis zu einem gewissen Grad steuern, ich kann sie privat ausleben, und versuchen, meine Umwelt damit nicht allzu sehr zu belasten. Gerade was die Religion betrifft, hat sich hier in weiten Teilen Europas und in Deutschland im Besonderen schon immer eine gewisse Dezenz gezeigt, was hauptsächlich am jahrhundertelang fragilen Frieden zwischen Protestanten und Katholiken lag. Wer in Gegenden groß geworden ist, in denen keine der Religionen über eine deutliche Mehrheit verfügte, weiß was ich meine. Dazu kommt noch, dass 85% der Deutschen Religion außerhalb von Weihnachten ziemlich gepflegt am Allerwertesten vorbei geht. Der Konsens, den Anderen mit meiner Religion nicht mehr als nötig auf den Sack zu gehen, ist vielen Muslimen herzlich egal – und medial wird dies dann von einigen Blechtrompeten hochgejazzt, denen scheinbar entgangen ist, dass man nicht als Moslem auf die Welt kommt. Aber weil man von Rasse nicht mehr reden darf, redet man halt von Kultur.

Wenn es um die Verhohnepiepelung von Begriffen geht, ist eine nicht mehr weit: Sabine Schiffer „vom“ Institut für Medienverantwortung. Man könnte natürlich auch sagen, Sabine Schiffer, „das“ Institut für Medienverantwortung. So schnell schafft man sich Reputation: Flott ein „Institut“ gegründet, sich ein Thema zugelegt, dass mediale Aufmerksamkeit verspricht, und schon ist auf absehbare Zeit ein Einkommen aus Vorträgen, Buchverkäufen und Seminaren gesichert. Dass Schiffer über keinerlei akademische Reputation verfügt, ist das Eine. Das Andere ist, dass ihr Buch „Die Darstellung des Islam in der Presse“ ein schludrig zusammengeschmiertes Machwerk ist (ich bitte darum, sich selbst zu überzeugen – wäre das Ding eine Diplomarbeit, würde man Frau Schiffer wohl dringend zu einer Verlängerung der Bearbeitungszeit raten), das vorgibt, Manipulation aufzudecken, wo es doch selbst manipuliert und dies bereits im Untertitel „Eine Auswahl von Bildern und Techniken“ etwas verblümt einräumt – wenn ich selektiere, habe ich das Ergebnis immer in der Hand und baue es mir so, wie ich will. Sie macht genau das, was H. M. Broder gerne vorgeworfen wird: Sie schließt vom Kleinen auf das Große und macht aus ihrer Auswahl eine Regel. Der Unterschied ist, dass Broder zugibt, ein Polemiker zu sein, und Schiffer so tut, als betreibe sie Wissenschaft.

Schiffer gibt auch ohne Manschetten dem Iranischen Rundfunk Interviews und meint das nicht im Geringsten ironisch. Und wenn sie dort sagt, „die Tat vom 11. September sei moslemisch interpretiert worden“, dann ist sie an jenem finstren Ort, an den sich schon Viele hin verirrt haben: In der Welt ohne Wahrheit, die nur noch aus Zeichen und Symbolen besteht, deren Inhalt aber – im Unterschied zur Realität – irgendwie nicht beliebig bestimmbar ist. Ich verweise hier einfach mal auf einen alten Beitrag von mir zu dem Thema, der sich auch mit den Knochenwürflern von heute befasst. In einem Interview in Folge der Ermordung einer Ägypterin in einem deutschen Gericht mit den iranischen Menschenfreunden vom IRIB meinte sie, der Polizist, der dem Ehemann der Ermordeten ins Bein geschossen hat, habe „sicher aus rassistischen Motiven gehandelt“. Für diese Äußerung musste sie sich dann vor einem Gericht verantworten, wurde in erster Instanz freigesprochen und nun steht die Berufungsverhandlung an.  Nun bin ich ein Freund der sehr weitgehenden Meinungsfreiheit: Man kann ruhig jeden Unsinn verzapfen, so lange es kein Mordaufruf ist, man kann sogar Büttelsendern widerlicher Unrechtsregime dumme Interviews geben, und sich hinterher nicht vor einem Strafgericht dafür verantworten müssen. Trotzdem würde ich niemals Solidarität mit der Schiffer zeigen, Solidarität bekommt von mir nur, wer sie verdient hat. Außerdem will ich ja nicht das Weltbild von Herrn Ahrendt erschüttern, der das infamose Palästina-Portal betreibt – die mutige Frau Dr. Schiffer soll jetzt auch ruhig von der deutschen Feindjustiz verurteilt werden, finde ich.

Spaß bei Seite, wen man sich mal die digitale Unterstützerliste anschaut, fällt erstens auf, dass leider wieder einige meiner Parteigänger die Hand nicht schnell genug in den Schoß gelegt haben – andererseits, dass alle üblichen Verdächtigen ihren elektronischen Krakel unter die Solidaritätsadresse gesetzt haben.

Nun weiß die Schiffer genauso viel oder wenig über die Motivation des Polizisten in Dresden wie ich. Sie plappert aber trotzdem munter drauf los. Die ganze Tat ist tragisch und traurig, was für Schiffer aber kein Grund ist, diese nicht medial für ihre Zwecke zu Nutzen und auszuschlachten. Es ist durchaus vorstellbar, dass der in den Gerichtssaal geeilte Polizist einfach nur eine blutende Frau und das Gerangel von zwei Männern um ein Messer gesehen hat und daraufhin dem Erstbesten ins Bein schoß, um die auch für ihn selbst gefährliche Situation zu beenden. Das ist gerechtfertigt, weil sich Zwangsmaßnahmen zur Abwendung einer unmittelbar drohenden Gefahr auch gegen sog. Nichtstörer richten dürfen. Aber wie gesagt, ich war nicht dabei, und die Schilderungen des Vorfalls sind ungenau, hektisch und oft widersprüchlich. Aber dem alten Grundsatz folgend, dass man, wenn man die Motive eines Anderen nicht kennt, immer erst ganz zuletzt auf Boshaftigkeit schließen soll, würde ich mir mit dem Rassismusvorwurf schwertun. Schiffer offensichtlich nicht.

Scrollt man sich ein wenig durch die Liste der Unterstützer der Schützenkönigen (Schnellschuss!) aus Erlangen, findet man viele Links zu Seiten, die zumindest nahelegen, dass die meisten Unterstützer nicht die freie Meinungsäußerung an sich, sondern eine bestimmte Meinung schützen wollen.

So kann man z.B. auf die Seite des deutschen Koordinationskreises für Palästina Israel [sic!] springen – ein Gruselkabinett. Ein Musterbeispiel für Realitätsverleugnung. Von vorne bis hinten schauderhaft. Natürlich unterstützt man dort das selten bekloppte „Free Gaza Movement“, dass wieder mit dem Schiff unterwegs ist, um den armen Palästinensern dringend benötigte Güter zu bringen. Nicht dass die dringend benötigten Güter täglich von Israel ins Land gelassen würden. Doch nicht von den Apartheidsjuden! Niemals! Oh doch. Sonst wäre in Gaza auch schon lange das Licht ausgegangen und die Menschen verhungert, den durch die berühmten Schmuggeltunnel nach Ägypten mussten hauptsächliche Waffen, Fernseher und Potenzpillen geschafft werden, da bleibt natürlich für andere Dingen wenig Platz und Zeit.

Man ruft auch zum Boykott Israels auf – yet they fail to see the irony. Boykottaufrufe gegen andere, vielleicht auch richtige Unrechtsstaaten sucht man auf der Seite vergeblich. Und auch die Linkliste wieder ein Who-is-who der üblichen Verdächtigen.

So, wem das Alles noch nicht Thrill genug war, für den noch hier den ultimativen Kick: Ein Interview von Frau Dr. Sabine Schiffer auf telepolis.

Viel zweifelhaftes Vergnügen dabei!

P.S. Wer den ersten Schiffer-Link angeklickt hat, und zu einer Wikipedia-Suchseite gekommen ist, ist richtig gelandet: Schiffer ist für Wikipedia nicht relevant genug. Und da gebe ich WP mal ausnahmsweise recht.

Homöopathie hilft nie

Ich hab hier mal den besten und umfangreichsten aller Artikel über Homöopathie: Erfolge der Homöopathie – alles nur Placebo?

Den Autoren gebührt herzlicher Dank dafür, sich die Mühe gemacht zu haben, diesen überaus faktenreichen und unterhaltsamen Artikel aufzubereiten – obwohl sie sicher geahnt haben, dass er von den meisten Leuten, die ihn lesen und beherzigen sollten, mit Worten wie „Aber bei mir hilft es!“ oder „Die Freundin der Nachbarin einer Arbeitskollegin meiner Schwester hat sogar ihr Pferd mit Globuli geheilt!“ null und nichtig gemacht werden wird. Schade, dass gegen die Kraft des Narrativs kein wissenschaftliches Kraut gewachsen ist.

Das Maß ist voll!

So Mahmud, jetzt langt’s.

Aus die Maus, Klappe zu Affe tot.

Viel hab ich Dir durchgehen lassen: Vernichtungsdrohungen gegen Israel, furchtbare Outfits, mangelnde Barthygiene, „Tod, Tod, USA“-Rufe deiner ebenfalls schlecht rasiert und gekleideten Anhängerschaft, Wahlfälschung, Hinrichtung von Oppositionellen, etcpp. – die Liste ist ellenlang.

Aber einmal ist Schluss, und zwar jetzt. Unsere Frauen keine Würde? Meine z.B. hat sicher im kleinen Finger mehr Würde als du abgebrochener Orient-Hitler-Verschnitt im ganzen unansehnlichen Körper. Und wenn du mir irgendwann über den Weg läufst,

DANN HAU ICH DIR SO RICHTIG EIN PAAR IN DEINE HÄSSLICHE HACKFRESSE, DU SAUDUMMES ARSCHLOCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Man muss sich ja nicht immer intellektuell geben, bringt ja oft einfach nix, ne?

Alter Wein in neuen Schläuchen

Die „antisemzionistische Linke“ und die rechten Deppen schreiten ja nicht erst seit heute Seit an Seit, so lange es den Jud trifft.

Auch in der Weimarer Republik gab es schon die Querfront, getragen von der selten dämlichen Annahme, dass die SPD das eigentliche Problem darstelle – nachdem man die wichtigste mäßigende Kraft der ersten deutschen Republik beseitigt hätte, sollte es zur finalen Auseinandersetzung zwischen Faschisten und Nazis auf der einen und den Stalinisten von der KPD auf der anderen Seite kommen.

Da hat die KP mal schön analytisch in die Scheiße gelangt und nicht wenige Parteimitglieder durften dann in den KZ ihrer ehemaligen Spießgesellen über ihren Irrtum nachdenken.

Da wundert es einen heute nicht mehr gar so, dass manche „Linke“, die die durch die unverschämte Besetzung dieses Begriffs alleine schon mehr als genug nerven, nicht in Grübeln kommen, wenn sie gemeinsam mit den Volksgenossen der NPD und grünen Faschisten heute wieder eine Querfront gegen die Juden bilden. Gerne quatscht die Linke dann was von den Moslems als den neuen Juden zusammen, ohne zu bedenken dass die alten Juden ja immer noch da sind, und die Rechte fand Juden schon immer doof und fremdländische Barbaren gut, so lange sie dort bleiben, wo sie hingehören.

Im verzweifelten Versuch, wenigstens die alleroffensichtlichste Dummheit zu kaschieren, verlegt man sich links dann gerne auf semantische Kunstgriffe wie „antiislamischen Rassismus“ (das Reizwort muss fallen), und dass ist so unterirdisch, dass man gar nichts mehr dagegen sagen mag. Und gemeinsam mit den Rechten klagt man dann gegen das Meinungskartell und raunt verschwörerisch was von „Ostküste“ und ZOG, und der einzige Unterschied zu den Rechten bleibt dabei, dass die zumindest wenn sie unter sich sind aus ihren Verschwörungstheorien und ihrem Judenhass kein großes Geheimnis machen.

Die Linke ist denkfaul geworden und lebt im Ressentiment, überzeugt davon, die Guten zu sein und deswegen auf ernsthafte Auseinandersetzungen mit dem Sujet und der Realität verzichten zu können. Und so besteht für die Linke auch noch die Gefahr, intellektuell von den Rechten überrundet zu werden.

Ach ja, im Prinzip alles wie vor 80 Jahren: „Die Juden sind unser Unglück“, „Dolchstoß“ (Torpedieren nicht die Israelis durch ihre bloße Anwesenheit im Nahen Osten den Weltfrieden?), „Finanzjudentum“ (denn irgendwie hat doch die ganze Krise mit dem Geldverleih zu tun), und der „amerikanische Imperialismus“ (Versailler Vertrag und Völkerbund – schon damals unisono so genannt von Links und Rechts; der Adolf hat ja dann sowohl unter das Schanddiktat als auch die Schwatzbude von Genf einen dicken braunen Strich gezogen) – Einigkeit allerorten.

Deutschland im Jahr 2010, und man weiß schon wieder nicht, wie man so viel fressen soll, wie man kotzen möchte.

Integration und Islam

Vorerst ohne meinen eigenen Senf dazu hier mal ein Artikel, der es schafft, ohne Rassismus- und Dhimmivorwürfe dieses wichtige und heikle Thema zu beackern.

Der Artikel ist gut recherchiert, faktenreich und an nachprüfbaren Fakten orientiert – woran sich sog. Linke, die sich nicht zu blöd sind, in den Anzügen von KZ-Häftlingen für einen Moscheebau zu demonstrieren – denn merke: Ein Ausländer kann nie ein Arschloch sein, Linke sind immer die Guten und Moslems die neuen Juden – genauso wie die Rechten Dödel, die jeden Tag heimlich ein Kerzchen für den Islam anzünden, weil er ihnen dabei hilft, jetzt endlich mal wieder so richtig gegen Ausländer sein zu können und sich mal wieder als zivilisierten Herrenmenschen aufzuführen, gerne ein Beispiel nehmen können.

Fickt Euch alle!

So, und hier ist der Artikel, viel Spaß beim Lesen!

Niemand wird je mehr als 8 Bit brauchen…

…um schöne Musik zu machen!

Glaubt ihr nicht?

Hier!

Andere Gitarrengötter

Erstmal ein kurzes Video von Jonny De Marco, der zwar zusammen mit seinem Bruder in der Band De Marco Brothers für einige ganz schlimme Musikgrausamkeiten verantwortlich, sonst aber ein ziemlicher Meister des Klampfenfachs ist.

Und etwas subtiler und meiner Meinung nach noch wesentlich geiler, wenn auch nicht so spektakulär – Phil Keaggy. Was der Typ an Ton, Technik und Dynamik aufbringt, ist einfach nur der Hammer. Und keine Angst, der spielt nicht minutenlang Amazing Grace.